Ich kandidiere nicht

… für den 18. Deutschen Bundestag – weil ihr mich nicht kennt. In keiner Weise bewerbe ich mich für die Landesliste Hessen noch als Direktkandidat für den Wahlkreis Darmstadt. Erstere wird was weiß ich wann aufgestellt, letzterer bestimmt irgendwann gewählt.

Warum habe ich mich nach kurzem Nachdenken zu diesem Schritt entschieden? Im Unwesentlichen gibt es dafür drei Gründe:

1. Weil ich es nicht kann

Anders gesagt: Ich traue mir aufgrund meiner mäßigen Erfahrung trotz der inzwischen fast dreijährigen Parteitätigkeit – davon kein Jahr im BuVo und niemals als Wahlkampfmanager – nicht zu, die Arbeit als Bundestagsabgeordneter gut zu machen.

Meine besondere Schwächen liegt generell im politischen Bereich. Verschweigen möchte ich hierzu nicht, dass ich noch nie eine persönliche Agenda hatte und diese so auch nicht in den Bundestag tragen kann.

2. Weil ich piratige Positionen schlecht vertreten kann

Dank mäßiger (Straßen-)Wahlkampferfahrung an Infoständen, nie dar gewesenen Presseterminen und Interviews, fehlenden Hintergrundgesprächen mit Vertretern anderer Parteien, Unternehmern und Interessenvertretern, auf Konferenzen und im persönlichen Kontakt habe ich nicht die Fähigkeit erlernt, Menschen von piratigen Positionen zu überzeugen.

Dabei steht mir auch mein mangelndes “Verkaufstalent” im Wege, und sowieso kenne ich mich in den Programmen der Piratenpartei meiner Ansicht nach auch nicht besonders gut aus.

3. Weil ich beispielhaft für eine häufig nicht wahrgenommene Facette der Piraten stehe

Ich halte es zwar für wichtig, dass auch die Gruppe der Familienväter und -mütter im Bundestag vertreten ist, die zusammen mit allen anderen das Rückgrat der deutschen Gesellschaft bilden (davon haben wir bei den Piraten zwar erstaunlich viele – und noch mehr unter unseren Sympathisanten), doch die meisten von ihnen sind berufsbedingt in der Parteiarbeit weniger präsent und/oder wollen nicht kandidieren, auf Grund der Verantwortung für ihre Familie oder schlicht und ergreifend wegen dem Mangel an Zeit.

Mir selbst war es schon immer unmöglich, mich voll und ganz für die Piratenpartei zu engagieren, weil ich Vollzeit arbeite und mich um meine Familie kümmern muss. Irgendwoher muss der Verdienst für die Brötchen ja kommen.

Sonstiges

Da ich nicht kandidiere und keinen Vorstandsposten inne habe, erwarte ich auch keine negativen Auswirkungen.

Fragen zu meiner Nicht-Bewerbung beantworte ich grundsätzlich nicht.

Marcus Wilhelm (@goosefx)
KV Darmstadt / Darmstadt-Dieburg

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Journal Software für den Mac

Ich habe die letzten drei Stunden damit verbracht, mir Journal & Diary Software für den Mac anzuschauen.

Warum? Ganz einfach:

  • Zu Einem lässt es sich angenehmer tippen, als im Web.
  • Zum Anderen gibt es auch durchaus Dinge / Gedanken die zu privat sind, um ins Web gestellt zu werden.

Im Endeffekt sind zwei Programme in die engere Wahl gekommen:

Es gibt natürlich noch einige andere Journal & Diary Programme für den Mac, darunter auch einige Freeware, doch diese besitzen kaum oder keine Schnittstellen nach außen (wie zu iWeb oder Blogs). Diese Funktionalität ist jedoch ein Killerkriterium für mich und deswegen habe ich sie mir nicht weiter angeschaut.

Kommen wir nun zurück zu unseren Testkadidaten. MacJournal und Journler unterscheiden sich nicht wirklich im User Interface. Bei dem einen ist der Kalender oben links, beim anderen unten links. Wer hier die Nase vorne hat, ist Geschmackssache.

MJicon5.png MacJournal 5.1.3
Preis: $34,95
Shareware: 15 Tage Test
Schnittstellen: MobileMe, iWeb, Email, Blog
journler_icon_new5.png Journler 2.5.5
Preis: $34,95
Donateware (für nicht kommerzielle Zwecke), dies ändert sich jedoch ab 2.6, dann Shareware.
Schnittstellen: iWeb, iPod, Email, Blog

Da mich (natürlich) die Blog Integration am brennensten interessierte, probierte ich diese gleich im Journler aus. Doch dann die Enttäuschung: die Schnittstelle möchte eine Weblog Applikation oder ein ActionScript aufrufen. Das kann doch nicht sein, dachte ich mir, zumindest eine WordPress Schnittstelle sollte ohne Zusatzaufwand vorhanden sein. Also versuchte ich das gleiche in MacJournal und siehe da: es funktionierte genauso, wie man es erwarten würde, bzw. wie man es selbst schreiben würde 🙂 Die MacJournal WordPress Integration lässt wirklich keine Wünsche offen: man kann vorhandende Posts importieren, ändern und wieder hochladen. Kategorien und Tags werden unterstützt und Bilder natürlich auch.

Fazit:
Journler ist nicht schlecht und zumindest hat die iWeb Integration besser funktioniert, als mit MacJournal. Zur Zeit mag die Lizenz noch ein Argument für Journler sein, jedoch wenn Lizenz und Preis gleichgezogen werden, gibt es einen klaren Gewinner: MacJournal.

Marcus
P.S. geschrieben mit MacJournal

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Liquid Democracy

Via Twitter (danke @korbinian) bin ich auf das Konzept von Liquid Democracy gestoßen. Seit meiner Politisierung (danke #Zensursula) habe ich mir ähnliche Gedanken gemacht, wie man die Demokratie revolutionieren (und retten) könnte durch moderne Abstimmungs- und Mitgestaltungsmethoden im Internet. Schön, dass sich die Piraten diesem Thema bereits angenommen haben. Ich gedenke, mich aktiv an der Diskussion und Realisierung zu beteiligen.

Hier ein paar Links zum Thema:

Marcus

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